Stressfaktor SCHULE

027Den heutigen Artikel möchte ich meinem jüngsten Klienten widmen. Er heißt Luka und ist 8 Jahre alt ( Name von mir geändert!).

Ich habe ihn vor ca. 6 Wochen das erste Mal getroffen. Er erzählte mir, dass er total gestresst sei und nicht mehr richtig schlafen könne. Er könne sich in der Schule nicht richtig konzentrieren und er fühle sich irgendwie „unsicher“.

Ja, Sie lesen richtig! Ich bin Luka´s Mutter sehr dankbar, dass sie ihren Sohn ernst genommen hat und die besagten Äußerungen nicht beiseite geschoben hat.

Laut einer Gesundheitsstudie aus  dem Jahr 2012, leidet bereits jedes Dritte Kind in der zweiten und dritten Klasse unter dem Druck in der Schule und fühlt sich durch den Unterricht und die Hausaufgaben gestresst. Die Schule ist für unsere Kinder fast bundesweit der meistgenannte Stressfaktor, noch vor den Problemen innerhalb der Familie.

Im Fall des kleinen Luka stellte sich bald heraus, dass es zwei Haupt-Stressoren in seinem täglichen Leben gab.

  • Zum Einen war es die Hektik zu Tagesbeginn. Sein Vater war bereits aus dem Haus, wenn er aufstand und seine Mutter sah er nur kurz. Sie weckte ihn, machte den Rolladen hoch und ging dann ebenfalls zur Arbeit. Dann war er alleine.
  • Zum Anderen war es der Druck abseits der Schule, auf dem Fußballfeld. Er spielte sehr gerne im Verein aber sein Vater wollte ihn gerne im Profi-Kader sehen – so wie er selbst als kleiner Junge.

Erstmal haben die genannten Stressfaktoren nichts direkt mit der Schule zu tun. Sie befinden sich außerhalb der Schule aber sie wirken sich darauf aus. Ich habe diese Faktoren bewusst ausgeklammert – denn zu dem Druck in der Schule selbst kommen wir noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Wie ging es nun weiter?

Für Punkt 1 vereinbarte ich mit der Mutter folgendes: Sie würde sich mit ihrem Arbeitgeber unterhalten, ob es nicht möglich wäre morgens etwas später mit der Arbeit zu beginnen.

Leider war dies nicht möglich!!

Wir erarbeiteten dann zu dritt folgenden neuen Ablauf:

Luka stand täglich 30 Minuten eher auf und konnte zusammen mit seiner Mutter frühstücken und Zeit mit ihr verbringen.

Bisher sind beide sehr zufrieden vom neuen Start in den Tag. Luka geht mit einem entspannteren, wie er sagt – besseren Gefühl zur Schule und seine Mutter emfindet die gemeinsame Zeit als wertvoll und harmonisch. Auch hat mir Luka mitgeteilt, dass er morgens nun nicht mehr so „muffig“ ist und sich in der Schule auch wieder besser am Unterricht beteiligt.

Zum zweiten Punkt habe ich beide Eltern darauf hingewiesen, dass ein Ausgleich zum Lernen und Stillsitzen sehr wichtig ist. Allerdings sollte hierbei nicht die Leistung im Vordergrund stehen. Ein Hobby sollte für Kinder spielerisch betrieben werden.

Luka erzählte mir, er spiele sehr gerne Fußball und genießt die gemeinsame Zeit mit seinen Freunden. Die Anzahl der Tore sei für ihn völlig unwichtig. Der Zusammenhalt sei das, was das Spiel für ihn ausmacht.

Bleibt abzuwarten, wie der Vater damit umgehen wird.

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Gut gemeint und doch verkehrt ?!

IMG_31865571698604Welche Chancen kann ich meinem Kind bereiten?
 
Das beginnt schon, ehe es das Licht der Welt erblickt.
 
Wir Mütter sollten unbedingt die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wahrnehmen.Nach der Geburt dürfen, ja sollen, die Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) bis ins Jugendlichenalter in Anspruch genommen werden.
Die Wahrnehmung dieser Untersuchungs- und Vorsorgeangebote hat rein garnichts mit Hypochondrie zu tun. Es gehört vielmehr zu unserer Sorgfaltspflicht als Eltern gegenüber unseren Kindern. Denn nur durch frühzeitige Entdeckung von Entwicklungs- und Gesundheitsstörungen, ist die sofortige Einleitung von Therapien oder Fördermaßnahmen möglich.
 
Mindestens ebenso wichtig für die gesunde Entwicklung unserer Kinder ist die Liebe zu ihnen. Es kann garnicht genug Lob ausgesprochen werden, nie genug in den Arm genommen werden oder ihnen einfach nur zugehört werden. 
Wir pressen unsere Kinder oft in eine Schublade in der WIR sie gerne hätten und dabei übergehen wir die Wünsche und Vorstellungen unserer Kinder. Natürlich, Sie und Ich wollen nur das Beste für die Lieben aber letzendlich sagen uns die Kinder, was sie für richtig halten und was nicht……und dies gilt es zu akzeptieren und zu unterstützen.
 
Das ist nicht immer einfach aber sooooo lohnenswert!! Wir wollen doch alle das Beste für unsere Kinder. Aber bedenken wir, dass jeder von uns ein Unikat ist und was für Sie gut ist, muss für mich noch lange nicht so sein…..

Wir möchten doch das unsere Kinder Uniakte bleiben und keine Klone!

Meine Aufgabe ist es Frauen, Mütter und Väter zu beraten und zu begleiten – auf diesem Weg, die Chancen ihrer Kinder zu wahren –  aber vor allen Dingen auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen…. !!!!